Ein Umzug mit dem eigenen Miettransporter spart Geld, wenn er gut vorbereitet ist. Die meisten Probleme entstehen nicht beim Fahren, sondern weil das Fahrzeug zu klein ist, vor dem Haus kein Platz frei ist oder die Ladung verrutscht.
1. Wie groß der Umzugswagen sein muss
Wie viel Platz Sie brauchen, hängt stark von der Einrichtung ab. Als grobe Faustregel aus der Umzugsbranche gelten etwa 10 m³ pro voll eingerichtetem Zimmer. Küche, Keller und Dachboden zählen extra.
Zum Vergleich: Ein großer Kastenwagen mit Hochdach hat je nach Modell etwa 10 bis 15 m³ Laderaum. Wie viel Laderaum das Fahrzeug für Ihren Termin hat, sagen wir Ihnen am Telefon. Reicht eine Fahrt nicht, ist eine zweite Fahrt oft günstiger als ein größeres Fahrzeug.
Prüfen Sie außerdem Ihr größtes Stück (Schrank, Sofa, Waschmaschine) gegen Laderaumlänge und Türöffnung. Die Tür ist oft das engste Maß.
2. Welcher Führerschein nötig ist
Für Transporter bis 3,5 t zulässige Gesamtmasse reicht der normale Autoführerschein der Klasse B. Maßgeblich ist der Wert im Fahrzeugschein (Feld F.2), nicht das, was der Wagen gerade wiegt. Für größere Umzugs-Lkw bis 7,5 t brauchen Sie die Klasse C1.
Achten Sie auf die Nutzlast: Ein voller Transporter kann schwerer sein, als er darf. Bücher, Fliesen oder Werkzeug sind schwer, obwohl sie wenig Platz brauchen. Mitfahrer zählen mit.
3. Halteverbot beantragen
Ein Halteverbot vor dem Haus erspart lange Wege mit schweren Kartons. Den Antrag stellen Sie bei der Straßenverkehrsbehörde der Stadt oder Gemeinde, in der der Transporter stehen soll, also gegebenenfalls an der alten und an der neuen Adresse. Planen Sie mindestens zwei Wochen Vorlauf ein. Die Schilder müssen einige Tage vor dem Umzug stehen, damit sie gelten.
4. Packen
- Schwere Dinge in kleine Kartons, zum Beispiel Bücher. Ein Karton sollte sich noch gut tragen lassen.
- Kartons beschriften: Raum und Inhalt, zerbrechliche Kartons deutlich.
- Möbel zerlegen, Schrauben in beschrifteten Beuteln am Möbelstück befestigen.
- Decken und Folie für Möbel bereitlegen, Spanngurte nicht vergessen.
5. Beladen in der richtigen Reihenfolge
- Schwere, große Stücke zuerst nach vorn an die Trennwand zur Kabine: Waschmaschine, Kühlschrank (stehend), Schränke.
- Schweres nach unten, Leichtes nach oben.
- Lücken mit Kartons oder Decken füllen, damit nichts rutschen kann.
- Die Ladung mit Spanngurten an den Zurrösen sichern. Mehr dazu im Ratgeber Ladung richtig sichern.
- Was Sie zuerst brauchen (Werkzeug, Bettzeug, Leuchtmittel), kommt zuletzt hinein.
6. Fahren und zurückgeben
Fahren Sie die erste Strecke ruhig und testen Sie das Bremsverhalten: Ein beladener Transporter bremst deutlich länger als ein Auto. Vor der Rückgabe den Laderaum ausfegen. Fotos vom Zustand bei Abholung und Rückgabe helfen, Missverständnisse zu vermeiden.
